SUMA -  Newsletter März 2018

"Superfood Grünkohl - ist er wirklich so gesund?"

(von Susanne Gass)

 

Nordfriesisch herb: ich bin eingeladen zum Kohl  & Pinkel - Essen.

Dazu immer wieder einen Klaren. Natürlich nur mit Löffel.

 

Also den gelöffelten Schnaps braucht es nicht wegen des Grünkohls.

Eher schon wegen des Pinkels. Denn Pinkel (friesisch) ist nichts anderes

als eine äußerst fette Grützwurst. Für Vegetarier also schon garnix,

für Außerfriesländer eine evtl. gewöhnungsbedürftige Geschmacksache. 

 

Doch lassen wir jetzt mal den ungesunden Klaren beiseite und wenden

uns lieber dem angeblich so "gesunden" Grünkohl zu.

 

Denn Grünkohl scheint plötzlich ein sogenanntes "Superfood" zu sein.

Das verkauft sich auch viel profitabler und besser als nur "Kohl" oder

gar "Grünkohl". Am profitabelsten noch in extrahierter/pulverisierter Kapselform.

 

 

 

 

Ist diese plötzlich Hype

 

"Superfood Grünkohl"

 

jedoch berechtigt?

 

(Foto=Wirsing)

Klare Antwort JA!

Natürlicher und biologisch angebauter Grünkohl ist ein ausgesprochen gesundes (stoffwechselkohärentes) Gemüse. Sein Gehalt an knochenstärkendem KALZIUM ist kaum zu übertreffen. In 250 Gramm

steckt bereits Ihr halber Tagesbedarf an diesem wertvollen Mineral.

 

Frischer Grünkohl ist zudem reich an EISEN (unerläßlich für die Blutbildung)

und einer beeindruckenden Vitaminkombination. Er liefert Ihrem Körper fast

alle Vitamine aus der "B-Gruppe", viel Vitamin "C" für die Infektabwehr, noch

dazu mehr Vitamin "E" und damit mehr Zellschutz als andere Gemüsesorten.

 

Der eher unscheinbare Kohl ist auch äußerst reich an Vitamin "A", das in Form

von Carotinoiden wie "Beta-Carotin und "Lutein" vorliegt.

Schauen Sie: Vitamin "A" ist wichtig für Ihre Augen; es beugt Alterserkrankungen

wie dem Grauen Star und der altersbezogenen Makuladegeneration vor.

 

Und worüber so manche(r) die Nase rümpft, dient auch noch Ihrem Wohlbefinden. Seinen durchdringenden Geruch verdankt der Grünkohl Schwefelverbindungen,

die das Risiko für Krebsleiden in Einzelfällen nachweislich verringern können.

 

Bei Übergewicht:

Grünkohl hat eine sehr hohe Nährstoffdichte, aber nur wenige Kalorien.

Dazu ist er preiswert und wächst nahezu auf jedem Boden. 

 

Doch zurück zu meiner Kohl & Pinkel - Abendessen-Einladung:

traditionell wird Grünkohl mit fetter Wurst, Speck oder Kasseler gekocht.

Erbaulich kann man diese Fleisch-Bestandteile gerade nicht nennen,

drücken sie doch Ihren Säure-Basen-Haushalt voll in den Keller.

Wie auch der klare Schnaps. 

 

Jedoch: vereinzelt ist so manches Gericht eine genussvolle Sünde wert und

die daraus entstehende Lebensfreude wirkt gottseidank antagonistisch und gesundheitsfördernd (kohärenzsteigernd).

 

Wie so oft ist auch bei Grünkohl eine sehr lange Kochzeit äußerst nachteilig

für die wertvollen, natürlichen Vitalstoffe!

 

Darum probieren Sie einmal, dieses wunderbare Kohl-Wintergemüse auf andere Weise zuzubereiten. Denn der krause Kohl schmeckt in der Suppe, im Auflauf und

als Wokgemüse. Dünsten Sie ihn einfach in hochwertigem Olivenöl oder in heimischer Alpenbutter als Beilage zu Fisch, Geflügel oder Wild (Omega3!). Und seien Sie mutig beim Würzen (nur mit BIO-Gewürzen oder Gewürzmischungen). Denken Sie dabei auch an Kardamom, Cumin und Chili.

 

Klein geschnitten und roh oder kurz blanchiert ist Grünkohl auch eine ungewöhnlich herzhafte Komponente im Salat wie auch im selbstgemachten "Grünen Smoothy"!

 

 

Zu guter Letzt:

 

 

Geniessen Sie in angenehmer

Runde, alleine oder auch in beschaulicher Zweisamkeit lustvoll Ihre Kreation

Essen Sie zuerst immer eine kleine Menge der Eiweißteile des Gerichtes.

Lassen Sie sich viel Zeit, kauen Sie gaaaaaanz langsam, kauen Sie oft,

"schmauen" Sie. Denn mit dem Genuß im Mund beginnt bereits die gute

Verdauung - und das Gefühl der Sättigung. 

 

Ich wünsche Ihnen von Herzen einen guten Appetit! 

 
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